Übersetzungen mit einem klaren Textauftrag vergleichen
Ein kurzer Geschäftstext, eine Anleitung und ein Dokument für eine bestimmte Stelle brauchen unterschiedliche Leistungen. Legen Sie zuerst Ausgangssprache, Zielsprachen und Verwendungszweck fest. Eine Offerte wird vergleichbar, wenn Umfang, Prüfung und Lieferformat denselben Auftrag beschreiben.
Zielsprachen, Region und Textzweck benennen
Geben Sie Ausgangssprache und gewünschte Zielsprachen an. Nennen Sie bei Bedarf die sprachliche Region, etwa Französisch für die Schweiz oder Englisch für ein bestimmtes Publikum. Zahlen, Datumsformate und Begriffe können zum Zielmarkt angepasst werden.
Klären Sie, ob eine neue Übersetzung, die Prüfung einer vorhandenen Fassung oder eine freiere Anpassung eines Werbetextes gesucht wird. Inhaltliche Treue und kreative Anpassung sind unterschiedliche Aufträge. Fachgebiet, Zielgruppe und gewünschter Ton gehören in das Briefing.
Materialstand und Umfang realistisch beschreiben
Bei einem vorhandenen Text hilft die bekannte Wortzahl. Fragen Sie, ob der Anbieter den Ausgangstext oder den Zieltext zählt. Bei noch entstehenden Inhalten genügt zunächst ein begründeter geschätzter Bereich; die endgültige Menge wird später abgeglichen.
Bearbeitbare Dateien erleichtern die Verarbeitung. Scans, Bilder mit Text und aufwendig gestaltete Vorlagen können zusätzliche Arbeit erfordern. Ein Seitenumfang allein ist ohne Textdichte und Format nur eine Orientierung.
| Material | Für die Offerte klären |
|---|---|
| Fertiger bearbeitbarer Text | Version, Wortzahl und gewünschte Ausgabe |
| Entwurf mit weiteren Änderungen | Stand, erwartete Ergänzungen und Freigabe |
| Scan oder Bild | Lesbarkeit und nötige Texterfassung |
| Website oder Layoutdatei | Inhalte, Export und spätere Einbindung |
Fachbegriffe und Referenzen abstimmen
Klären Sie die Erfahrung im Fachgebiet und in der Zielsprache. Vorhandene freigegebene Texte, Produktbegriffe und ein Glossar helfen, Begriffe konsistent zu verwenden. Legen Sie fest, wer offene Fragen oder Mehrdeutigkeiten im Ausgangstext beantwortet.
Vereinbaren Sie den Umgang mit bereits vorhandenen Übersetzungen und wiederverwendbaren Sprachdaten. Dazu gehören Berechtigungen, Vertraulichkeit und die gewünschte spätere Übergabe. Für die erste Anfrage braucht es nur eine normale Beschreibung des Themas.
Übersetzen, prüfen und freigeben unterscheiden
Eine sprachliche Prüfung kann Inhalt, Terminologie, Stil oder nur Schreibfehler betreffen. Lassen Sie konkret beschreiben, was geprüft wird und ob eine weitere Person mit dem Ausgangstext abgleicht. Eine allgemeine Qualitätsbezeichnung erklärt den Ablauf noch nicht.
Stimmen Sie Rückfragen, Korrekturrunden und die fachliche Freigabe ab. Änderungen am Ausgangstext nach Beginn können zusätzliche Arbeit verursachen. Bei maschinell vorbereiteten Texten sollte der vereinbarte Prüfungsumfang zum Verwendungszweck passen.
Formale Anforderungen mit dem Empfänger klären
Für Unterlagen an Behörden, Bildungseinrichtungen oder andere Stellen können bestimmte Bestätigungen verlangt werden. Fragen Sie die empfangende Stelle vor der Bestellung nach akzeptierten Sprachen, Übersetzenden, Form und nötigen Nachweisen. Anforderungen können sich nach Land, Region und Empfänger unterscheiden.
Eine Bestätigung zur Übersetzung, eine Beglaubigung einer Unterschrift und eine Apostille sind verschiedene Schritte. Lassen Sie benennen, welche Leistung tatsächlich angeboten wird und wer zusätzliche Formalitäten übernimmt. Ein Stempel allein beschreibt weder den Prüfungsumfang noch jede spätere Akzeptanz.
Zählweise und Zusatzleistungen vergleichen
Vergleichen Sie dieselben Sprachen, denselben Textstand und dieselben Prüfschritte. Preise pro Wort, Zeile, Stunde oder Projekt haben unterschiedliche Grundlagen. Ein Mindestbetrag, eine dringende Lieferung oder Layoutarbeit kann den Gesamtpreis verändern.
| Kostenpunkt | Vergleichsgrundlage |
|---|---|
| Textmenge | Ausgangs- oder Zieltext, Zählweise und Mindestbetrag |
| Facharbeit | Recherche, Begriffe und Rückfragen |
| Prüfung | Abgleich, Stilprüfung und Korrekturrunden |
| Dateien | Texterfassung, Formatierung und Ausgabe |
| Zusätze | Termin, Änderungen und vereinbarte Formalitäten |
Lieferung und Änderungen nachvollziehbar vereinbaren
Vereinbaren Sie Abgabetermin, Dateiformat und die zu liefernden Sprachversionen. Bei längeren Projekten können abgestimmte Teillieferungen sinnvoll sein. Prüfen Sie, ob das Ergebnis noch in eine Website oder ein Drucklayout eingearbeitet werden muss.
Legen Sie einen geeigneten späteren Übermittlungsweg und den Umgang mit vertraulichem Material fest. In der ersten Anfrage genügen Thema, Sprachen und Rahmenbedingungen. Vor Veröffentlichung oder Einreichung sollten Freigabe und etwaige offene Formalitäten geklärt sein.
Häufige Fragen
Kann ich anfragen, obwohl der Text noch entsteht?
Ja. Nennen Sie einen geschätzten Umfang und den geplanten Materialtermin. Die endgültige Menge und Änderungen werden später abgestimmt.
Welche Wortzahl wird berechnet?
Das bestimmt die Offerte. Klären Sie Ausgangs- oder Zieltext, Zählweise, wiederkehrende Inhalte und einen möglichen Mindestbetrag.
Ist die Bearbeitung einer vorhandenen Übersetzung günstiger?
Das hängt von ihrem Zustand und dem verlangten Prüfungsumfang ab. Eine kurze Stichprobe und eine klare Leistung helfen beim Vergleich.
Was bedeutet eine beglaubigte Übersetzung?
Klären Sie die konkrete Bestätigung und Anforderungen des Empfängers. Eine Unterschriftsbeglaubigung und weitere Legalisation ersetzen nicht automatisch die verlangte Übersetzungsleistung.
Sind Gestaltung und Einbindung enthalten?
Nur wenn vereinbart. Übersetzter Text, fertig gestaltete Datei und Veröffentlichung in einer Website sind verschiedene Lieferleistungen.
Muss ich vertrauliche Dokumente in der Anfrage senden?
Nein. Für den ersten Vergleich reichen Sprachen, Textzweck, Materialstand und Umfang. Einen geeigneten Übermittlungsweg vereinbaren Sie später.