Fassadenanstrich: Offerten und Preise vergleichen

Frische Farbe für Ihr Haus: Finden Sie einen passenden Malerbetrieb und vergleichen Sie bis zu fünf Offerten für den Anstrich Ihrer Fassade.

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Fassade streichen: Vorbereitung, Farben und Kosten

Eine neue Farbe kann das Haus deutlich verändern. Damit der Anstrich auch auf dem vorhandenen Untergrund funktioniert, sind Zustand, Beschichtung und Zugänglichkeit ebenso wichtig wie der Farbton. Eine gute Offerte zeigt diese Arbeiten getrennt und nachvollziehbar.

Was gehört zum Fassadenanstrich?

Mit Fassadenanstrich ist zunächst die Beschichtung der Aussenflächen gemeint. Das kann die ganze Gebäudehülle oder nur eine Wetterseite betreffen. Fensterläden, Dachuntersichten, Geländer und Türen gehören nicht automatisch dazu; halten Sie zusätzliche Bauteile ausdrücklich fest.

Streichen, Putzreparatur und Erneuerung der Wärmedämmung sind unterschiedliche Leistungen. Bei einem grundsätzlich intakten Untergrund kann Auffrischen genügen. Lose Schichten, wiederkehrende Risse oder Feuchtigkeit erfordern zuerst eine Beurteilung und gegebenenfalls weitergehende Arbeiten.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Ein Zürcher Malerbetrieb nennt im Juni 2026 CHF 40–90/m², ohne Gerüst; Sanierungen kommen hinzu. Die Mehrwertsteuer wird dort nicht eindeutig ausgewiesen. Das ist eine einzelne Orientierung und kein schweizweit gültiger Endpreis.

Ein Quadratmeterpreis ist nur dann hilfreich, wenn klar ist, was er umfasst. Eine grosse zusammenhängende Fläche kann einfacher zu bearbeiten sein als dieselbe Fläche mit vielen Fensterlaibungen, Farbwechseln und schmalen Abschnitten. Der Aufwand für Schutz und Zugang hängt ebenfalls vom Gebäude ab.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?
KostenpositionWas Sie vergleichen sollten
VorbereitungReinigung, Entfernung loser Schichten und notwendige Reparaturen
BeschichtungPassendes Farbsystem, Grundierung und vereinbarte Anstriche
ZugangGerüst oder Hebemittel, Auf- und Abbau sowie Standzeit
DetailsSockel, Laibungen, Farbabsetzungen und zusätzlich bestellte Bauteile
AbschlussSchutz, Reinigung, Entsorgung und Mehrwertsteuer

Die Fassadenfläche sinnvoll beschreiben

Die Wohnfläche ist kein geeigneter Ersatz für die zu streichende Aussenfläche. Als erste Orientierung rechnen Sie Breite mal Höhe je Fassadenseite. Eine 10 m breite und 6 m hohe rechteckige Wand hat brutto 60 m². Ein dreieckiger Giebel mit 8 m Breite und 3 m Höhe ergänzt 12 m².

Fenster und Türen separat notieren. Beim Angebot muss klar sein, welche Öffnungen abgezogen werden und wie Laibungen berechnet sind. Die höchste Arbeitsstelle, Balkone, Anbauten und Hanglagen erklären den Zugang besser als die Geschosszahl allein. Wenn Masse fehlen, ist eine Besichtigung sinnvoller als eine erfundene genaue Zahl.

Erst den Bestand prüfen, dann das Farbsystem wählen

Verputzte Wärmedämmung, massives Mauerwerk, Holz und Metall brauchen unterschiedliche Beschichtungen. Auch auf verputzten Flächen zählt, ob der alte Anstrich fest sitzt, kreidet oder Wasser abweist. Eine neue Farbe muss zum gesamten vorhandenen Aufbau passen.

Silikat-, Silikonharz- und Dispersionsfarben sind keine pauschale Rangliste von schlecht bis gut. Die Eignung ergibt sich aus Untergrund, Feuchteverhalten, gewünschter Erscheinung und dem konkreten Produktsystem. Lassen Sie sich die Empfehlung begründen, statt allein einen bekannten Farbnamen vorzugeben.

Bei älteren Fassadenplatten oder Beschichtungen darf die Vorbereitung nicht ungeprüft mit Schleifen oder aggressiver Reinigung beginnen. Vor Eingriffen sind mögliche Schadstoffe fachlich abzuklären; das Baujahr ist ein Hinweis, aber kein Materialnachweis.

Algen, Risse und Feuchte nicht nur überstreichen

Grüne oder dunkle Beläge können auf wiederkehrende Feuchtigkeit hinweisen. Standort, Verschattung, Spritzwasser und Bauteilanschlüsse beeinflussen, wie schnell eine Fassade wieder abtrocknet. Die Ursache gehört zur Beurteilung, nicht nur die sichtbare Farbe des Belags.

Ob ein Beschichtungsschutz nötig ist, wird anhand des Befallsrisikos und geeigneter Alternativen entschieden. Ein entsprechender Zusatz garantiert keine dauerhaft bewuchsfreie Fassade. Fragen Sie auch nach dem Umgang mit Reinigungswasser und Reststoffen, damit diese nicht unkontrolliert in Boden oder Gewässer gelangen.

Bei Rissen muss der Betrieb unterscheiden, ob nur die Oberfläche oder der Aufbau betroffen ist. Eine beschichtungsgeeignete feine Rissstruktur ist etwas anderes als ein sich bewegender Riss. Ebenso ersetzt neue Farbe keine Reparatur einer undichten Abdeckung oder eines schadhaften Anschlusses.

Farbton an einer Musterfläche beurteilen

Ein kleiner Bildschirmfarbton zeigt nicht zuverlässig, wie eine ganze Fassade bei Tageslicht wirkt. Lassen Sie den vorgesehenen Ton möglichst am Objekt bemustern und betrachten Sie ihn neben Dach, Fenstern, Sockel und angrenzenden Gebäuden.

Sehr dunkle Töne können die Oberfläche stärker erwärmen. Gerade bei gedämmten Fassaden muss der Farbton zum freigegebenen System passen; eine allgemeine Freigabe nur nach Farbwunsch wäre unzuverlässig. Vor einem deutlichen Farbwechsel oder bei geschützten Gebäuden sollten örtliche Vorgaben und nötige Zustimmungen geklärt werden.

Gerüst und Wetter in den Termin einplanen

Ein vorhandenes Gerüst muss für die konkrete Arbeit geeignet und verfügbar sein. Die Offerte sollte nennen, wer es organisiert und welche Standzeit enthalten ist. Enge Durchgänge, Strassenflächen und überbaute Bereiche können die Ausführung verändern.

Die Beschichtung braucht geeignete Bedingungen während der Arbeit und beim Trocknen. Temperatur, Regen, Tau und Untergrundfeuchtigkeit sind produktabhängig zu berücksichtigen. Nach Reinigung oder Putzreparaturen können zusätzliche Wartezeiten nötig sein. Vereinbaren Sie deshalb einen realistischen Zeitraum mit wetterbedingter Abstimmung.

Offerten anhand desselben Ergebnisses vergleichen

Die günstigste Zahl ist wenig aussagekräftig, wenn die Angebote unterschiedliche Arbeiten enthalten. Vor der Vergabe sollten die offenen Positionen geklärt sein.

  • Flächen und Bauteile. Welche Seiten, Sockel, Laibungen und zusätzlichen Teile sind enthalten?
  • Vorbereitung und Aufbau. Welche Schäden werden behoben und welches Beschichtungssystem ist vorgesehen?
  • Zugang und Schutz. Wer stellt Gerüst, schützt Fenster und Pflanzen und behandelt die Rückstände?
  • Abschluss und Preis. Wie werden Farbton, Ausführung, Reinigung, Nebenleistungen und Mehrwertsteuer vereinbart?

Häufige Fragen

Kann ich nur eine Fassadenseite streichen lassen?

Ja. Geben Sie die betreffende Seite und Fläche an. Bei Teilflächen sollte der Übergang zur vorhandenen Farbe besprochen werden, weil Alterung und unterschiedliche Lichtverhältnisse den Vergleich beeinflussen.

Ist das Gerüst immer im Preis enthalten?

Nein. Es kann enthalten sein oder separat offeriert werden. Wichtig sind Eignung, Auf- und Abbau, Standzeit und Zugang. Fragen Sie nach dem Gesamtpreis für die tatsächlich nötige Ausführung.

Welche Fassadenfarbe ist die beste?

Es gibt keine pauschal beste Farbe für jeden Untergrund. Bestehender Aufbau, Belastung, Feuchteverhalten und gewünschter Farbton bestimmen die passende Lösung. Holz oder Metall benötigen andere Systeme als viele verputzte Fassaden.

Muss eine grüne Fassade neu gestrichen werden?

Nicht automatisch. Zuerst werden Belag, Feuchtigkeit und Zustand der Beschichtung beurteilt. Je nach Befund kann Reinigung oder eine gezielte Reparatur genügen; bei schadhafter Beschichtung kann ein neuer Aufbau sinnvoll sein.

Wie lange hält ein Fassadenanstrich?

Eine feste Lebensdauer lässt sich ohne Kenntnis von Untergrund, Wetterbelastung und Ausführung nicht seriös versprechen. Regelmässige Sichtkontrollen und die Behebung von Wasser- oder Anschlussschäden helfen, Probleme früh zu erkennen.