Fassadensanierung: Offerten und Preise vergleichen

Geben Sie Ihrer Fassade eine passende Erneuerung. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben und vergleichen Sie bis zu fünf Offerten für die Fassadensanierung.

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Fassade sanieren: vom Zustand zur passenden Lösung

Eine Fassadensanierung kann einzelne Schäden beheben, die sichtbare Oberfläche erneuern oder den Aufbau samt Wärmeschutz verändern. Entscheidend ist, welches Problem gelöst werden soll. Erst danach lassen sich Varianten und Preise sinnvoll vergleichen.

Was soll die Sanierung verbessern?

Nennen Sie zuerst Ihr Ziel: wieder eine gepflegte Oberfläche, schadhafte Stellen instand setzen, die Bekleidung ersetzen oder den Wärmeschutz verbessern. Mehrere Ziele können zusammenkommen. Ein neuer Anstrich und eine gedämmte neue Gebäudehülle erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Was soll die Sanierung verbessern?
ZielZu prüfender Umfang
Optisch auffrischenReinigung, geeignete Vorbereitung und Schlussbeschichtung
Schäden behebenUrsachenprüfung, lokale oder grössere Instandsetzung
Bekleidung erneuernAbbau, Zustand der Befestigung und neuer Fassadenaufbau
Wärmeschutz verbessernBestehende Dämmung, neue Lösung und Anschlussplanung
Lösung noch offenBestandsaufnahme mit begründeten Varianten

Eine Bestandsaufnahme verhindert falsche Vergleiche

Der Betrieb sollte sichtbare Schäden, vorhandene Schichten und wichtige Anschlüsse aufnehmen. Hilfreich sind frühere Baubeschreibungen und Angaben zu bereits erfolgten Reparaturen. Eine optisch ähnliche Fassade kann einen ganz anderen Aufbau haben; von Fotos allein lässt sich nicht jede Sanierung zuverlässig kalkulieren.

Beschreiben Sie Risse, lose Teile, Feuchtigkeit oder beschädigte Platten, ohne selbst die Ursache festlegen zu müssen. Bei älteren Gebäuden sind mögliche Schadstoffe vor Eingriffen zu klären. Werden Untersuchungen separat verrechnet, sollten Umfang und Kosten vorab vereinbart werden.

Oberfläche erhalten oder den Aufbau verändern?

Bei einer verputzten Aussendämmung muss geprüft werden, welche Bestandteile weiterverwendbar sind. Eine schadhafte Oberfläche bedeutet nicht automatisch, dass die ganze Dämmung entfernt werden muss. Umgekehrt macht eine neue Deckschicht einen ungeeigneten Untergrund nicht wieder tragfähig.

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade hat eine Bekleidung vor einer Unterkonstruktion; dazwischen beziehungsweise dahinter liegen Hinterlüftungsraum und gegebenenfalls Dämmung. Sie ist daher ein anderer Aufbau als eine direkt verputzte Dämmung. Lassen Sie Varianten als vollständige Systeme anbieten, nicht nur als Preis für die sichtbare Platte.

Fenster, Dach und Sockel mitdenken

Wenn Fenster oder Dach ebenfalls erneuert werden sollen, gehört ihre Reihenfolge früh in die Planung. Ein dickerer Fassadenaufbau verändert Anschlüsse. Fensterbänke, Leibungen, Storenführungen, Dachränder, Fallrohre und befestigte Anbauteile sollten deshalb im Angebot ausdrücklich berücksichtigt werden.

Für eine energetische Gesamterneuerung kann ein GEAK Plus geeignete Varianten und Etappen aufzeigen. Daraus entsteht noch keine ausführungsfertige Fassadenofferte. Die Detailplanung und Zuständigkeit für die beteiligten Betriebe müssen zusätzlich geklärt sein. Pauschale Prozentversprechen zur Heizkostenersparnis ersetzen keine Betrachtung Ihres Gebäudes.

Kosten nach Varianten statt nach einem Durchschnitt vergleichen

Bei einer Fassadensanierung ist eine einzige Quadratmeter-Spanne wenig aussagekräftig: Eine lokale Putzreparatur, eine neue Bekleidung und eine energetische Erneuerung enthalten unterschiedliche Leistungen. Vergleichen Sie zuerst eine identische Grundvariante und lassen Sie zusätzliche Wünsche als klar abgegrenzte Optionen ausweisen.

Die Ausgangsfläche ist die tatsächliche Fassade. Zwei Seiten von je 12 × 6 Metern und zwei Seiten von je 8 × 6 Metern ergeben zunächst 240 m²; Giebel, Öffnungen und Detailflächen sind anschliessend zu präzisieren. Die Wohnfläche eignet sich dafür nicht.

  • Vorbereitung und Rückbau. Untersuchungen, Schutz, Entfernung bestehender Schichten und Entsorgung einschliessen.
  • Neuer Aufbau. Materialien, Montage, Dämmung, Befestigungen und fertige Oberfläche eindeutig benennen.
  • Anschlussarbeiten. Sockel, Fenster, Dachrand und Anpassungen an befestigten Bauteilen separat sichtbar machen.
  • Gesamtkosten. Planung, Gerüst mit Standzeit, Baustelleneinrichtung und Mehrwertsteuer berücksichtigen. Fördergelder separat ausweisen, solange keine Zusage vorliegt.

Bewilligung und Förderung früh klären

Ob und welches Verfahren nötig ist, hängt von Standort, Schutzstatus und den Änderungen ab. Fragen Sie die örtliche Baubehörde früh nach den Anforderungen an Ihr Vorhaben. Aus einer Bewilligungsfreiheit für einen einfachen Unterhalt lässt sich keine allgemeine Freigabe für neue Materialien, Farben oder Dämmung ableiten.

Energetische Fassadenmassnahmen können je nach kantonalem Programm gefördert werden. Prüfen Sie Bedingungen und erforderliche Nachweise vor Auftrag und Baubeginn. Das Fördergesuch beim Gebäudeprogramm muss vor Baubeginn eingereicht werden; eine spätere Einreichung ist keine verlässliche Möglichkeit. Einreichung und definitive Zusage sind unterschiedliche Schritte.

Den Auftrag in überschaubaren Schritten vorbereiten

  1. Ziele und Bestand angeben. Fläche, höchste Arbeitsstelle, sichtbare Schäden und geplante weitere Arbeiten beschreiben.
  2. Varianten besprechen. Besichtigung und nötige Abklärungen nutzen, um Erhalt, Reparatur oder Erneuerung zu vergleichen.
  3. Offerten angleichen. Gleiche Flächen und Leistungen, Zuständigkeiten, Optionen und Umgang mit Mehrarbeiten schriftlich festhalten.
  4. Ausführung organisieren. Bewilligungen, Förderung, Materialtermine, Gerüst und Zugang für die Bewohnerschaft koordinieren.

Abnahme und Unterhalt gehören dazu

Vereinbaren Sie vorab, wie lange Zugänge, Balkone oder Fenster beeinträchtigt sein können. Auch Schutz von Umgebung und Bepflanzung sowie die Wiederherstellung nach dem Gerüstabbau sollten einen Verantwortlichen haben.

Prüfen Sie bei der Übergabe die vereinbarten Oberflächen und Detailanschlüsse gemeinsam. Halten Sie offene Punkte fest und verlangen Sie Angaben zu verwendeten Materialien, Pflege und Wartung. Bei einer umfassenden Erneuerung erleichtert eine vollständige Dokumentation spätere Reparaturen und Umbauten.

Häufige Fragen

Muss bei jeder Fassadensanierung neu gedämmt werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Reiner Unterhalt und eine weitergehende Erneuerung sind unterschiedliche Vorhaben. Bestand, Sanierungsumfang und geltende kantonale Anforderungen müssen geprüft werden.

Kann die bestehende Dämmung bleiben?

Möglicherweise. Zustand, Haftung, Feuchtigkeit und die geplante neue Lösung entscheiden. Lassen Sie den Betrieb begründen, welche Schichten erhalten werden können und welche ersetzt werden sollen.

Reicht eine Anfrage, wenn die Sanierungsmethode noch offen ist?

Ja. Geben Sie Ihr Ziel und die beobachteten Probleme an. Eine Bestandsaufnahme kann zuerst verschiedene Lösungen ergeben; ein fester Ausführungspreis setzt anschliessend einen klaren Umfang voraus.

Kann man nur einen Teil des Hauses sanieren?

Das kann möglich sein. Übergänge und spätere Etappen müssen mitgeplant werden, insbesondere bei Dämmung und Anschlüssen. Vergleichen Sie die Teilmassnahme auch mit dem Aufwand einer späteren Fortsetzung.

Ist das Haus während der Arbeiten bewohnbar?

Oft ist das organisierbar, aber nicht ohne Einschränkungen. Besprechen Sie Lärm, Staub, Sichtschutz, Zugänge und die zeitweise Nutzung von Fenstern und Balkonen vor dem Start.