UX/UI nach tatsächlichen Aufgaben und Umsetzung planen
Eine ansprechende Ansicht zeigt noch nicht, ob Menschen ihre Aufgaben erledigen können. Ein guter Auftrag verbindet Nutzung, Struktur und Oberfläche. Klären Sie, welche Abläufe untersucht, welche Ansichten gestaltet und welche Ergebnisse für die Entwicklung geliefert werden.
Produkt, Nutzende und Aufgaben beschreiben
Nennen Sie das digitale Produkt und die wichtigsten Nutzergruppen. Beschreiben Sie konkrete Aufgaben, etwa einen Termin buchen, ein Angebot finden oder einen internen Vorgang abschliessen. Bestehende Probleme und technische Rahmenbedingungen helfen bei der Priorisierung.
Unterscheiden Sie ein neues Konzept, die Überarbeitung eines bestehenden Produkts und eine gezielte Prüfung. Bestehende Designregeln, Geräte und benötigte Sprachen gehören zur Ausgangslage.
Abläufe, Ansichten und Zustände abgrenzen
Zählen Sie nicht nur Hauptansichten. Eingaben, Rückmeldungen und Ausnahmen bestimmen ebenfalls den Aufwand. Ein erster sinnvoller Umfang kann sich auf besonders wichtige Abläufe konzentrieren.
| Bestandteil | Umfang im Auftrag |
|---|---|
| Nutzerablauf | Start, Schritte und erfolgreiches Ende |
| Hauptansicht | Inhalt, Hierarchie und Bedienung |
| Zustände | Fehler, Laden, leere Inhalte und Bestätigung |
| Gerätevariante | Darstellung und Bedienung für relevante Grössen |
Annahmen mit geeigneten Nutzenden prüfen
Klären Sie, welche Erkenntnisse bereits vorliegen und welche Fragen offen sind. Gespräche oder Aufgaben an einem Prototyp können zeigen, wo Menschen zögern oder scheitern. Die Auswahl der Teilnehmenden sollte zu den tatsächlichen Nutzergruppen passen.
Vereinbaren Sie Aufgaben, Durchführung und verständliche Dokumentation der Beobachtungen. Einzelne Rückmeldungen dürfen nicht als Ergebnis für sämtliche Nutzenden ausgegeben werden. Zuständigkeit für Rekrutierung und angemessenen Umgang mit Testdaten gehört in die Planung.
Struktur und Prototypen vor Details abstimmen
Skizzen und vereinfachte Ansichten helfen, Inhalte und Abläufe zu prüfen, bevor die Oberfläche vollständig gestaltet wird. Ein klickbarer Prototyp kann ausgewählte Wege demonstrieren. Er ist noch kein fertig entwickeltes Produkt.
Legen Sie fest, welche Funktionen und Zustände im Prototyp enthalten sind. Gebündelte Rückmeldungen und klare Entscheidungsschritte vermeiden unnötige Überarbeitung bereits freigegebener Details.
Gestaltung und Zugänglichkeit zusammendenken
Schriften, Kontrast, Bezeichnungen und erkennbare Rückmeldungen beeinflussen die Bedienung. Berücksichtigen Sie relevante Geräte, Tastaturbedienung und unterschiedliche Nutzungssituationen. Vorhandene Markenregeln sollten in brauchbare Oberflächen übersetzt werden.
Vereinbaren Sie, welche Zugänglichkeitsaspekte untersucht werden. Tests mit Nutzenden und technische Prüfungen ergänzen sich. Ein gestalterisch geprüfter Prototyp bestätigt noch nicht die Zugänglichkeit der späteren Umsetzung.
Bausteine und Entscheidungen nachvollziehbar übergeben
Die Entwicklung braucht mehr als Bilder: Bezeichnungen, Varianten, Zustände und Verhalten sollten verständlich beschrieben sein. Vereinbaren Sie Arbeitsdateien, exportierte Elemente und Zugriff auf den ausgewählten Prototyp.
Klären Sie, wer Fragen während der Umsetzung beantwortet und ob die entwickelte Oberfläche nochmals geprüft wird. Wiederverwendbare Komponenten und dokumentierte Entscheidungen unterstützen spätere Ergänzungen. Softwareentwicklung und Veröffentlichung sind eigene Leistungen.
Offerten anhand gleicher Ergebnisse vergleichen
Vergleichen Sie dieselben Abläufe, Ansichten, Zustände und Gerätevarianten. Forschung, visuelle Gestaltung und Entwicklungsbegleitung können getrennte Positionen sein. Nennen Sie enthaltene Überarbeitungen und zusätzliche Umfänge.
| Position | Im Vergleich klären |
|---|---|
| Analyse | Aufgaben, vorhandene Erkenntnisse und offene Fragen |
| Konzept | Abläufe, Struktur und Prototypumfang |
| Oberfläche | Ansichten, Zustände und Komponenten |
| Prüfung | Teilnehmende, Aufgaben und Auswertung |
| Übergabe | Dateien, Dokumentation und Umsetzungsbegleitung |
Häufige Fragen
Was unterscheidet UX und UI?
UX betrachtet Nutzung und Aufgaben über den Ablauf hinweg. UI gestaltet die sichtbare und bedienbare Oberfläche. Im Auftrag greifen beide häufig ineinander.
Muss ein Produkt schon existieren?
Nein. Ideen, Prototypen oder bestehende Produkte sind mögliche Ausgangslagen. Beschreiben Sie den Stand und die offenen Fragen.
Ist ein Prototyp schon eine fertige App?
Nein. Er zeigt vereinbarte Abläufe und Ansichten. Technische Umsetzung, Datenverarbeitung und Veröffentlichung müssen gesondert geplant werden.
Wie wird der Umfang ohne genaue Bildschirmzahl beschrieben?
Nennen Sie wichtige Abläufe und eine Grössenordnung der Hauptansichten. Zustände und Gerätevarianten werden im Briefing ergänzt.
Sind Nutzertests immer enthalten?
Nur wenn sie vereinbart sind. Klären Sie Auswahl der Teilnehmenden, Aufgaben, Durchführung und Auswertung.
Was braucht die Entwicklung bei der Übergabe?
Arbeitsdateien, verständliche Bausteine und Zustände, Verhalten sowie einen klaren Kontakt für Rückfragen. Der konkrete Umfang gehört in die Offerte.