Corporate Design im Arbeitsalltag nutzbar machen
Ein gemeinsamer Auftritt braucht Regeln, die Mitarbeitende und Produktionspartner anwenden können. Klären Sie, ob ein neues System entwickelt, ein bestehendes überarbeitet oder um Vorlagen ergänzt wird. Das bestimmt Konzeptarbeit, Übergabe und Einführung.
Ausgangslage und Veränderung benennen
Beschreiben Sie Zielgruppe, Angebot und den Anlass: Gründung, neuer Markt oder uneinheitliche Anwendungen. Nennen Sie, welche bestehenden Merkmale erhalten bleiben sollen. Logoentwicklung, Namensfindung und Markenstrategie sind eigene mögliche Bestandteile und gehören ausdrücklich in den Umfang.
Sammeln Sie typische Anwendungen sowie Beispiele, die heute Probleme verursachen. Das Briefing sollte ein gewünschtes Ergebnis beschreiben, ohne bereits jede Farbe oder Schrift festlegen zu müssen.
Ein System statt einzelner Motive vereinbaren
Legen Sie fest, welche Bausteine entwickelt und wie sie gemeinsam eingesetzt werden. Regeln sollten neben schönen Beispielen auch einfache Alltagssituationen abdecken.
| Baustein | Praktische Festlegung |
|---|---|
| Logo | Varianten, Abstände und kleine Darstellungen |
| Farben und Schriften | Werte, Hierarchie und verfügbare Alternativen |
| Bilder und Layout | Bildauswahl, Raster und Informationsaufbau |
| Vorlagen | Konkrete Anwendungen und bearbeitbare Formate |
Anwendungen und Sprachen priorisieren
Nennen Sie zuerst die tatsächlich benötigten Drucksachen, digitalen Medien, Präsentationen oder Beschriftungen. Ein Mustermotiv ist noch keine vollständige Umsetzung in allen Kanälen. Klären Sie, welche Formate und Sprachfassungen im ersten Auftrag enthalten sind.
Bei mehrsprachigen Vorlagen können Textlänge, Sonderzeichen und Zeilenumbrüche variieren. Prüfen Sie typische Inhalte in den vorgesehenen Sprachen, statt nur kurze Platzhalter zu beurteilen.
Entwurfsentscheidungen und Korrekturen organisieren
Vereinbaren Sie Gestaltungsrichtungen, Ausarbeitung und Überarbeitungen als erkennbare Schritte. Benennen Sie eine Person, die Rückmeldungen aus dem Unternehmen bündelt. Entscheiden Sie anhand vereinbarter Ziele und tatsächlicher Anwendungen.
Ein beibehaltenes Logo kann neue Farben, Schriften oder Vorlagen benötigen. Halten Sie fest, welche Änderungen freigegeben werden und wie zusätzliche Wünsche den Termin beeinflussen.
Dateien, Schriften und Nutzung abstimmen
Vereinbaren Sie den Nutzungsumfang sowie die Übergabe von Arbeitsdateien und fertigen Ausgaben. Für eigene Bearbeitung brauchen Mitarbeitende passende Programme und verfügbare Schriften. Prüfen Sie Lizenzbedingungen für die geplanten Anwendungen und Personen.
Eine Schrift, die in einer fertigen Ausgabe eingebettet ist, muss deshalb noch nicht an andere Bearbeitende weitergegeben werden dürfen. Webnutzung, Vorlagenbearbeitung und andere Einsatzarten können unterschiedliche Bedingungen haben. Klären Sie diese Punkte vor der Auswahl.
Handbuch und Einführung praktisch gestalten
Ein hilfreiches Gestaltungshandbuch erklärt Regeln an häufigen Anwendungen und nennt geeignete Dateien. Dazu gehören klare Beispiele für erlaubte Varianten und für typische Fehlanwendungen. Vereinbaren Sie Format, Umfang und spätere Aktualisierung.
Testen Sie Vorlagen mit den Personen, die damit arbeiten werden. Klären Sie, wer bestehende Materialien umstellt, Produktionspartner informiert und Fragen bei der Einführung beantwortet. Die technische Umsetzung einer Website oder der Druck werden gesondert eingeplant.
Offerten nach Umfang und Folgekosten vergleichen
Vergleichen Sie dieselben Bausteine, Anwendungen und Korrekturrunden. Ein Grundsystem, ein umfangreiches Handbuch und eine komplette Umstellung sind unterschiedliche Leistungen. Der Preis sollte enthaltene und zusätzliche Arbeiten verständlich ausweisen.
| Position | Im Vergleich klären |
|---|---|
| Konzept und Gestaltung | Richtungen, Auswahl und Ausarbeitung |
| Anwendungen | Vorlagen, Formate und Sprachversionen |
| Übergabe | Arbeitsdateien, Handbuch und Nutzungsumfang |
| Einführung | Schulung, Umstellung und Unterstützung |
| Folgekosten | Lizenzen, Produktion und spätere Ergänzungen |
Häufige Fragen
Ist Corporate Design dasselbe wie ein Logo?
Ein Logo ist ein Bestandteil. Ein Gestaltungssystem legt zusätzlich fest, wie Farben, Schriften, Bilder und Anwendungen zusammenspielen.
Kann das bestehende Logo bleiben?
Ja, wenn es zur gewünschten Weiterentwicklung passt. Beschreiben Sie, was erhalten werden soll und welche Anwendungen überarbeitet werden.
Brauche ich bereits ein fertiges Briefing?
Eine verständliche Ausgangslage, Zielgruppe und wichtige Anwendungen reichen für den ersten Vergleich. Offene Punkte lassen sich gemeinsam klären.
Sind Vorlagen automatisch enthalten?
Nur die vereinbarten Vorlagen. Nennen Sie Anwendungen, Formate und Programme, in denen sie später bearbeitet werden sollen.
Was gehört in ein Gestaltungshandbuch?
Regeln und Beispiele für die vereinbarten Bausteine sowie Hinweise auf Dateien und deren Einsatz. Umfang und Detailgrad hängen vom Arbeitsalltag ab.
Ist die Einführung im Unternehmen eingeschlossen?
Das muss die Offerte benennen. Umstellung, Schulung, Druck und technische Umsetzung können gesonderte Leistungen sein.