Storen reinigen lassen: Was für Aufwand und Preis zählt
Zehn kleine Storen im Erdgeschoss sind ein anderer Auftrag als zehn breite Anlagen an einer hohen Fassade. Für eine passende Offerte zählen Bauart, Grösse, Zustand und Zugang. Auch die Frage, ob Fenster und Rahmen mitgereinigt werden sollen, gehört von Anfang an zum Umfang.
Welche Storen sollen gereinigt werden?
Storen ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Sonnenschutzanlagen. Eine Methode für Metalllamellen lässt sich nicht einfach auf ein beschichtetes Tuch übertragen. Nennen Sie die Bauart, soweit bekannt; bei gemischten Anlagen sollten die unterschiedlichen Ausführungen in der Offerte erkennbar sein.
| Ausführung | Für den Auftrag wichtig |
|---|---|
| Lamellenstoren | Vorder- und Rückseiten, Kanten und zugängliche Führungen abgrenzen. Schmale Lamellen und Aufzugsbänder machen die Reinigung aufwendig. |
| Rollläden und Fensterläden | Innen- und Aussenseite unterscheiden. Klären, ob Führungen und zugängliche Gehäuseteile dazugehören; das Öffnen eines Kastens nicht voraussetzen. |
| Sonnenstoren und Markisen | Tuch, Beschichtung, Nähte und Gestell unterscheiden. Materialverträglichkeit und Trocknung müssen zum Produkt passen. |
| Innenrollos und textile Storen | Reinigbarkeit anhand des Materials prüfen lassen. Abnahme, Transport und Wiedermontage sind eigene Leistungen und nicht automatisch enthalten. |
Wie setzen sich die Kosten einer Storenreinigung zusammen?
Firmen rechnen nach Fläche, Elementen, Arbeitsstunden oder einem Gesamtpreis ab. Veröffentlichte Preislisten sind nur eingeschränkt vergleichbar: Manche nennen Netto-Startpreise für einen einfachen Unterhaltsdurchgang, andere Bruttopreise für bestimmte Lamellenarbeiten. Ein Preis pro Quadratmeter erklärt ohne Umfang und Zugang noch nicht die Schlussrechnung.
Lassen Sie Reinigungsarbeiten, Anfahrt, allfälligen Mindestauftragswert, Zugangstechnik und anwendbare Mehrwertsteuer ausweisen. Bei einem Fixpreis muss klar sein, auf welchen Angaben er beruht und welche Abweichungen einen Aufpreis auslösen. Ein hoher Verschmutzungsgrad, breite Anlagen oder schwer erreichbare Aussenseiten können zusätzliche Arbeit verursachen.
Die Wohnfläche ist dafür keine geeignete Abrechnungsfläche. Entscheidend ist die zu reinigende Anlage. Klären Sie bei einem Quadratmeterpreis, ob die einfache Ansichtsfläche gemeint ist und welche Seiten darin enthalten sind. Zwei gereinigte Seiten bedeuten nicht automatisch, dass Sie die Fläche selbst doppelt rechnen sollen.
Ein Rechenbeispiel für den Flächenvergleich
Zehn Storen mit je 1,20 m Breite und 1,50 m Höhe ergeben zusammen 18 m² einfache Ansichtsfläche: 10 × 1,20 × 1,50. Bei einem nur für dieses Rechenbeispiel angenommenen Ansatz von CHF 15 pro m² wären das CHF 270 für diese Position. Das ist keine Marktpreisangabe und keine Offerte; enthaltene Seiten, Zugang und Zusatzkosten müssten erst vereinbart werden.
Für die erste Anfrage müssen Sie nicht jede Lamelle ausmessen. Anzahl und typische Grösse reichen als Ausgangspunkt. Ist eine breite Balkonfront dazwischen, nennen Sie diese Besonderheit. Genaue Masse oder Bilder können später direkt mit der Firma ergänzt werden; vermessen Sie keine schwer zugängliche Aussenseite auf eigene Faust.
Warum die Erreichbarkeit den Aufwand stark verändert
Ob Storen von innen, einem Balkon oder nur von aussen erreichbar sind, verändert die Planung. Ein offenes Fenster bedeutet noch nicht, dass beide Seiten sicher bearbeitet werden können. Die Firma muss entscheiden, welche Arbeitsmittel geeignet sind und ob eine Besichtigung nötig ist.
Bei Aussenarbeiten klären Sie Platz für Geräte, Zugang zum Grundstück und mögliche Einschränkungen durch Beete, Vordächer oder enge Wege. Bereits demontierte Storen brauchen dagegen keine Fassadenzugänge, dafür gegebenenfalls Transport und eine vereinbarte Rückmontage. Beides gehört nicht stillschweigend zum gleichen Preis.
Schonend reinigen und vorhandene Schäden unterscheiden
Massgeblich ist die Pflegeanleitung Ihrer Anlage. Metalllamellen nicht mit scheuernden Mitteln oder ungeeigneten Hochdruckverfahren behandeln; empfindliche Beschichtungen und Bänder berücksichtigen. Für textile Markisen muss die Reinigung zum Tuch passen. Ein feuchtes Tuch erst gemäss Pflegevorgabe vollständig trocknen lassen, bevor es eingerollt wird.
Verbogene Lamellen, brüchige Bänder, abblätternde Beschichtungen oder beschädigte Nähte lassen sich durch Putzen nicht reparieren. Teilen Sie bekannte Mängel vorher mit. Fragen Sie bei hartnäckigen Flecken nach dem erreichbaren Ergebnis, statt eine vollständig neuwertige Oberfläche vorauszusetzen. Eine allfällige Imprägnierung ist nur nach Materialprüfung und separater Vereinbarung sinnvoll.
Diese Punkte gehören in vergleichbare Offerten
Ein gemeinsamer Termin für Storen und Fenster kann die Organisation vereinfachen. Ob er günstiger ist, zeigt erst der Gesamtvergleich. Lassen Sie die Positionen getrennt erkennen, damit Sie wissen, was beim Weglassen einer Leistung tatsächlich entfällt.
- Reinigungsumfang. Anzahl, Grössen, Bauarten und gewünschte Seiten festhalten. Gehören Führungen, Rahmen, Fensterbänke oder Gestelle dazu? Glasreinigung ausdrücklich einschliessen oder ausschliessen.
- Methode und Zustand. Materialverträgliche Ausführung und bekannte Schäden besprechen. Demontage, Reparatur oder Nachbehandlung sind keine automatische Zugabe.
- Gesamtkosten. Anfahrt, Mindestauftrag, Hilfsmittel, Ent- und Wiedermontage sowie Steuerbehandlung klären. Bei Stundenpreisen nach voraussichtlichen Arbeitsstunden und Rücksprache bei Mehrarbeit fragen.
- Ergebnis und Termin. Trocknung, wetterabhängige Verschiebung, Schutz angrenzender Flächen und Vorgehen bei Beanstandungen vereinbaren. Eine Übergabegarantie muss sich auf den tatsächlich beauftragten Teil beziehen.
So bereiten Sie den Termin vor
Räumen Sie Fensterbänke und Zugänge frei und informieren Sie die Firma über empfindliche Pflanzen, Möbel oder Bodenflächen im Arbeitsbereich. Klären Sie, ob Wasser und Strom benötigt werden und wer die Storen bedienen kann. Automatische Steuerungen müssen für die Arbeiten nach Herstellerangaben berücksichtigt werden.
Kontrollieren Sie nach der Reinigung die vereinbarten Seiten und Bauteile gemeinsam, soweit zugänglich. Halten Sie verbleibende Verschmutzungen und bereits bekannte Schäden auseinander. Für spätere Termine ist der tatsächliche Standort entscheidend: Staub, Pollen, Bewitterung und die Pflegevorgaben bestimmen den Bedarf; ein fixes Intervall passt nicht zu jeder Anlage.
Häufige Fragen
Sind Fenster bei der Storenreinigung inbegriffen?
Nur wenn sie ausdrücklich mitbeauftragt sind. Storenfläche und Glasfläche sind unterschiedliche Positionen. Klären Sie auch Rahmen und Fensterbänke, damit ein Kombinationsangebot eindeutig bleibt.
Müssen die Storen demontiert werden?
Nicht grundsätzlich. Bauart, Material, Zustand und Zugang bestimmen das Verfahren. Bei einer Demontage sollten Abnahme, Transport, Wiedermontage und Zuständigkeit für die Funktion schriftlich vereinbart sein.
Kann ich verschiedene Storenarten gemeinsam anfragen?
Ja. Geben Sie die vorhandenen Arten an. Die Firma muss prüfen, ob sie alle fachgerecht reinigen kann oder ob beispielsweise textile Anlagen eine andere Behandlung benötigen.
Ist eine Reinigung mit Hochdruck sinnvoll?
Nicht als pauschale Methode. Druck kann Bauteile oder Beschichtungen beschädigen; Hersteller untersagen solche Verfahren bei bestimmten Anlagen. Entscheidend ist die Freigabe für das konkrete Produkt, nicht ein allgemeines Reinigungsversprechen.
Wie oft sollten Storen gereinigt werden?
Richten Sie sich nach Zustand, Umgebung und Pflegeanleitung. Besprechen Sie nach dem ersten Einsatz einen passenden Rhythmus. Eine stark exponierte Anlage kann andere Pflege brauchen als geschützte Innenstoren.