Mediation: Offerten und Preise vergleichen

Nennen Sie Ihr Konfliktthema und den gewünschten Gesprächsrahmen. Vergleichen Sie passende Angebote für eine freiwillige Mediation.

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Mediation: Auftrag und Leistungen klären

Mediation unterstützt Beteiligte dabei, eine eigene Lösung für einen Konflikt zu entwickeln. Die Mediationsperson strukturiert das Gespräch und entscheidet nicht, wer Recht hat.

Auftrag sinnvoll abgrenzen

Familien-, Arbeits-, Nachbarschafts- und Geschäftskonflikte benötigen unterschiedliche Erfahrung. Beschreiben Sie den Zusammenhang und was Sie gemeinsam klären möchten, ohne die gesamte Streitgeschichte offenzulegen.

Das gewünschte Ergebnis festhalten

Vereinbaren Sie zunächst eine Klärung der Eignung. Danach können Einzelvorgespräche, gemeinsame Sitzungen und eine schriftliche Verständigung folgen. Eine anwaltliche Prüfung oder gerichtliche Genehmigung einer Vereinbarung ist eine gesonderte Frage. Klären Sie, was dokumentiert wird, wer es erhält und welche Folgearbeit enthalten ist.

Das gewünschte Ergebnis festhalten
LeistungVereinbarung
VorgesprächEignung, Beteiligung und Rollen besprechen
SitzungenThemen, Interessen und Lösungsmöglichkeiten bearbeiten
VerständigungMachbarkeit, Form und weitere Prüfung klären

Die Anfrage vorbereiten

Nennen Sie die Anzahl der voraussichtlich Beteiligten und ob eine gemeinsame Gesprächsbereitschaft besteht oder erst geklärt werden muss. Sprache, Präsenz oder Video und bekannte laufende Verfahren helfen bei der Planung. Persönliche Vorwürfe, Namen anderer Personen und sensible Familieninformationen sind für die erste Anfrage nicht erforderlich.

Beschreiben Sie Umfang und vorhandene Grundlagen, ohne vertrauliche Originale in die erste Anfrage zu kopieren. Fehlende technische Angaben dürfen offen bleiben. Vereinbaren Sie später einen geeigneten Übermittlungsweg und eine zuständige Person für Rückfragen.

Verantwortung und Grenzen klären

Die Teilnahme und die Annahme einer Lösung sind freiwillig. Eine Anfrage bindet die Gegenseite nicht. Besprechen Sie Neutralität, Vertraulichkeit und Grenzen im Mediationsvertrag. Laufende Gerichtsverfahren oder Fristen brauchen eine gesonderte Klärung; allein diese Anfrage unterbricht sie nicht. Eignung und nötige rechtliche Begleitung werden für den konkreten Fall geprüft.

Kosten und Abrechnung vergleichen

Sitzungen, Vorbereitung, Einzelgespräche, Raum, Reise und schriftliche Vereinbarungen können unterschiedlich berechnet werden. Legen Sie auch die Aufteilung zwischen den Beteiligten fest. Öffentliche Beiträge hängen vom konkreten Verfahren und zuständigen Kanton ab; sie sind kein allgemeines Gratisangebot. Die Zahl der Sitzungen lässt sich nicht zuverlässig vorweg garantieren.

Vergleichen Sie dieselbe Leistung und denselben Zeitraum. Lassen Sie Einrichtung, laufende Arbeit, Zusatzaufwand, Auslagen und Mehrwertsteuer getrennt ausweisen, soweit sie anfallen. Klären Sie, wie Mehrarbeit freigegeben wird. Ohne konkrete Grundlagen wäre eine pauschale Schweizer Preisspanne irreführend.

So läuft der Auftrag ab

Nach dem ersten Kontakt wird geprüft, ob die Beteiligten freiwillig mitwirken können und welcher Rahmen passt. Der Mediationsvertrag klärt Rollen und Regeln. Im Gespräch werden Themen und Interessen gesammelt, Optionen entwickelt und auf Machbarkeit geprüft. Eine mögliche Verständigung wird festgehalten; offene Punkte und weitere Prüfung bleiben sichtbar.

Zuerst werden Ziel, Umfang und Zuständigkeiten besprochen. Danach hält die Offerte Leistungen, Annahmen und Ausschlüsse fest. Prüfen Sie eine vereinbarte erste Etappe, bevor umfangreiche Folgearbeiten beginnen. Am Ende werden Ergebnis, offene Punkte und die Übergabe festgehalten; Änderungen brauchen eine geklärte Freigabe.

Offerten sorgfältig vergleichen

Prüfen Sie neben dem Preis, was tatsächlich geliefert wird und welche Mitwirkung nötig ist. Ein niedriger Grundpreis kann durch Zusatzpositionen oder fehlende Leistungen relativiert werden. Halten Sie die Anforderungen für alle angefragten Anbieter gleich.

Offerten sorgfältig vergleichen
PrüfpunktWas die Offerte erklären sollte
UmfangEingeschlossene Arbeiten und ausdrücklich ausgeschlossene Aufgaben
ZusammenarbeitAnsprechperson, Rückfragen und Freigaben
AbrechnungBerechnungsgrundlage, Zuschläge und Bedingungen für Mehrarbeit
RahmenNeutralität, Themenfeld, Sprache und Umgang mit Einzelgesprächen

Checkliste vor dem Start

Vor Beginn gemeinsam abstimmen.

  • Beteiligung. Bereitschaft klären, keine Zustimmung voraussetzen
  • Vertrag. Regeln und Kostenverteilung festhalten
  • Weiteres Verfahren. Bekannte Fristen und Vereinbarungsprüfung klären

Häufige Fragen

Kann nur eine Partei die erste Anfrage stellen?

Ja. Das erste Gespräch kann den Weg zur gemeinsamen Beteiligung klären. Es ersetzt nicht das freiwillige Einverständnis der anderen Beteiligten.

Entscheidet die Mediationsperson über den Streit?

Nein. Sie begleitet die eigene Lösungsfindung der Beteiligten. Eine Einigung und ihre rechtlichen Folgen werden gesondert geprüft.

Brauche ich schon vollständige Unterlagen?

Nein. Beschreiben Sie, was vorhanden ist und was noch geklärt werden muss. Die für den eigentlichen Auftrag nötigen Unterlagen werden danach vereinbart.

Soll ich vertrauliche Inhalte in die Anfrage schreiben?

Nein. Eine kurze Beschreibung des Bedarfs genügt. Zugangsdaten, vollständige Kundendossiers und Informationen über unbeteiligte Personen gehören in einen später vereinbarten geschützten Austausch.

Ist die bestellte Leistung kostenlos?

Die kostenlose Offertanfrage ersetzt kein Honorarangebot. Kosten und Auftragsbedingungen werden mit dem gewählten Anbieter vereinbart.

Wie wird der Termin festgelegt?

Nennen Sie ein bekanntes Datum und seine Bedeutung. Der Anbieter muss Kapazität, nötige Grundlagen und Abhängigkeiten prüfen; die Anfrage bestätigt noch keinen Ausführungstermin.